Kennst du das Gefühl, wenn du nachts um 2 Uhr durch Pinterest scrollst? Alles sieht fantastisch aus. Du speicherst diese gemütliche Landhausküche. Dann ein schickes, modernes Wohnzimmer. Und dieses farbenfrohe Boho-Schlafzimmer? Speichern. Speichern. Speichern.
Aber wenn man versucht, die eigene Wohnung einzurichten, fühlt sich nichts richtig an. Die einzelnen Elemente passen nicht zusammen. Ich kenne das. Das sehen wir ständig.
Folgendes ist wichtig: 72 % der Hausbesitzer geben an, dass Inneneinrichtung für ihre Wohnräume unerlässlich ist. Doch die meisten wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Deshalb zeige ich Ihnen heute, wie es geht. Am Ende werden Sie Ihren Designstil selbstbewusst bestimmen können.
Wir bei Elirian glauben, dass Ihr Zuhause Ihre Geschichte erzählen sollte. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Geschichte das ist.
Warum Sie Ihren Designstil vor dem Dekorieren festlegen sollten
Wenn Sie Ihren Designstil zuerst gefunden haben, wird alles andere einfacher. Einkaufen geht schneller. Ihr Zuhause wirkt beruhigend und harmonisch.
Ihre Designvorlieben leiten Ihre Entscheidungen. Ihre Farbpalette, Ihr Möbelstil und sogar Ihre Beleuchtung ergeben zusammen ein stimmiges Gesamtbild. Ihr Wohnstil wird deutlich.
Außerdem vermeiden Sie Impulskäufe. Sie wissen, was zu Ihrem Einrichtungsstil passt und was nicht. Allein das kann Ihnen viel Geld sparen.
Ihr Zuhause sollte Ihre Persönlichkeit widerspiegeln und nicht wie ein zufälliger Mix aus verschiedenen Trends wirken.
Schritt 1: Definieren Sie die Emotionen, die Ihr Raum hervorrufen soll

Bevor Sie sich auch nur ein einziges Bild ansehen, schließen Sie kurz die Augen. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen möchten, wenn Sie Ihr Zuhause betreten. Nicht, wie es aussehen soll, sondern wie es sich anfühlen soll.
Möchten Sie sich ruhig fühlen? Energetisch? Gemütlich?
Hier überspringen die meisten Menschen diesen Punkt. Sie gehen direkt zu Farben und Möbeln über. Doch der Schlüssel zur Bestimmung des eigenen Designstils liegt darin, mit den Emotionen zu beginnen.
Es gibt einen Trend namens Dopamin-Design . Dabei geht es darum, Räume zu gestalten, die mit kräftigen Farben und dynamischen Formen die Stimmung heben. Wenn der Raum den eigenen emotionalen Bedürfnissen entspricht, fühlt man sich darin wohler.
Nimm ein Blatt Papier. Schreibe drei bis fünf Gefühlswörter auf.
Brauchen Sie Inspiration? Gemütlich. Luftig. Anspruchsvoll. Dramatisch. Gelassen. Belebend. Warm. Sauber. Ausgewogen. Verspielt. Elegant. Entspannt. Wählen Sie die Stile, die Ihnen ein Gefühl von Zuhause vermitteln, und bewahren Sie diese Liste griffbereit auf. Sie werden sie bei jedem Schritt brauchen.
Möchten Sie Räume entdecken, die zu diesen Gefühlen passen? Dann schauen Sie sich unsere sorgfältig zusammengestellten Möbelkollektionen an.
Schritt 2: Erstelle dein Moodboard mit Bedacht.

Jetzt kommt der spaßige Teil. Zeit, dein Moodboard zu erstellen. Du kannst Pinterest, Instagram usw. nutzen. Oder du gehst ganz klassisch auf Magazinseiten zurück. Ganz wie du magst.
Aber hier liegt der Schlüssel: Heben Sie nicht einfach alles auf, was hübsch ist. Nutzen Sie stattdessen den sogenannten LIEBE-Test.
Speichere nur Bilder, die dich zum Innehalten beim Scrollen bewegen. Bilder, die dich begeistern. Bilder, bei denen du denkst: „Ja, genau das will ich!“ Dein Ziel ist es, 30 bis 50 Bilder zu sammeln, bevor du sie analysierst.
So finden Sie Ihren Designstil durch visuelle Entdeckung heraus. Es geht nicht um ein einziges perfektes Bild, sondern darum, zu erkennen, was immer wieder auftaucht.
Sobald du 30 Bilder hinzugefügt hast, trete einen Schritt zurück. Betrachte dein Pinterest-Board als Ganzes. Was fällt dir auf?
Frage dich selbst:
- Welche Farben tauchen immer wieder auf? Sanfte Neutraltöne oder kräftige Juwelentöne?
- Sehen Sie eher geschwungene Möbel oder scharfkantige, eckige Stücke?
- Sind die Räume minimalistisch und klar gestaltet? Oder vielschichtig mit Texturen und Mustern?
- Gibt es viel Leerraum? Oder ist jede Oberfläche verziert?
Diese Muster sind Gold wert. Sie zeigen dir genau, wovon du dich angezogen fühlst.
Millennials und die Generation Z machen mittlerweile über 60 % der Designkunden aus. Und sie wünschen sich Personalisierung. Räume, die sich wie ihr eigenes anfühlen und nicht nur im Trend liegen.
Dein Moodboard sollte deine Persönlichkeit widerspiegeln und nicht wie die Feeds anderer aussehen. Außerdem hilft es dir, den Unterschied zwischen dem, was du wirklich liebst, und dem, was auf Fotos gut aussieht, zu erkennen.
Schritt 3: Bestimmen Sie Ihre Designstilkategorie

Du hast deine Gefühlsbegriffe gefunden. Du hast dein Moodboard erstellt. Jetzt lass uns entschlüsseln, was das alles bedeutet.
Lasst uns über die aktuell angesagten Einrichtungsstile sprechen.
- Maximalismus und Eklektizismus sind total angesagt. Diese Stile mischen Muster, Farben und Epochen. Mehr ist mehr. Wenn du gerne Schätze sammelst, könnte das genau das Richtige für dich sein.
- Der moderne Landhausstil ist nach wie vor beliebt, hat sich aber weiterentwickelt. Man denke an natürliche Materialien in satteren, wärmeren Farbtönen.
- Der Übergangsstil ist ideal, wenn man sich nicht zwischen Alt und Neu entscheiden kann. Er verbindet moderne Elemente mit traditioneller Gemütlichkeit.
- Biophiles Design bedeutet, die Natur ins Haus zu holen. Pflanzen, natürliches Licht, organische Materialien. Rund 65 % der Millennials suchen aktiv nach natürlichen Elementen in ihren Wohnungen.
Bei den Trendfarben 2026 führt Schokoladenbraun mit 33 % . Burgunderrot legte von 7 % auf 21 % zu. Außerdem liegen sanfte Pastelltöne wie Kornblumenblau, Puderrosa und Pistazie im Trend.
Schau dir dein Moodboard an. Siehst du Folgendes?
- Klare Linien und viel Weißraum? Dann sind Sie vielleicht eher minimalistisch oder modern eingestellt.
- Satte Holztöne und gemütliche Textilien? Vielleicht moderner Landhausstil oder rustikal.
- Knallige Farben und Mustermix? Da denkt man an Boho oder Maximalismus.
- Helle, luftige Farben mit natürlichen Texturen? Könnte küstennah sein.
- Eine Mischung aus allem? Willkommen im eklektischen oder Übergangsstil.
Man braucht kein perfektes Etikett. Ziel ist es, zu verstehen, was einen anzieht.
Schritt 4: Bestätigen Sie Ihren Stil durch Erkundung realer Situationen

Jetzt ist es an der Zeit, eure Theorien in der Realität zu testen.
Öffnen Sie zunächst Ihren Kleiderschrank. Die Farben und Muster Ihrer Kleidung spiegeln oft Ihre Vorlieben für Ihre Wohnungseinrichtung wider. Bevorzugen Sie neutrale Farben? Oder lieben Sie auffällige Muster? Ihre Garderobe gibt Aufschluss über Ihren Einrichtungsstil.
Schauen Sie sich als Nächstes in Ihren Räumlichkeiten um. Welche Stücke besitzen Sie bereits und lieben sie? Nicht die Dinge, mit denen Sie sich abgefunden haben, sondern die, die Ihnen Freude bereiten. Diese Gegenstände sind Anhaltspunkte, die Ihnen helfen, Ihren persönlichen Einrichtungsstil zu entdecken.
Bedenken Sie auch Ihren Lebensstil. Das ist sehr wichtig. Haben Sie Kinder oder Haustiere? Dann sind besonders empfindliche Möbel nicht praktikabel. Sie benötigen robuste Materialien.
Leben Sie in einem Mehrgenerationenhaushalt? Dann benötigen Sie flexible Räumlichkeiten, die für alle geeignet sind.
Lieben Sie es, Dinnerpartys zu veranstalten? Ihr Essbereich sollte warm und einladend sein.
Ein weiterer Faktor: Nachhaltigkeit spielt heutzutage eine wichtige Rolle . Tatsächlich sind 82 % der Hausbesitzer bereit, für umweltfreundliche Ausstattungsmerkmale mehr zu bezahlen. Wenn das auch auf Sie zutrifft, sollten Sie dies berücksichtigen.
Achte darauf, woran du dich festhältst, was du berühren möchtest. Was lässt dich sagen: „Oh, das gefällt mir!“ Dein Körper weiß, was dir gefällt, noch bevor dein Verstand es begreift.
Schritt 5: Entwickeln Sie Ihr bevorzugtes Designentscheidungs-Framework

Hier läuft alles zusammen.
Sie erstellen Ihren persönlichen Designfilter. Betrachten Sie ihn ab sofort als Spickzettel für jede Möbelentscheidung.
Folgendes sollte enthalten sein:
- Ihre Gefühlswörter: Die drei bis fünf Emotionen aus Schritt 1.
- Ihre Stilkategorie: Moderner Landhausstil? Eklektisch? Übergangsstil? Falls Sie eine Mischung sind, beachten Sie bitte die prozentualen Anteile.
- Ihre Farbpalette: Welche drei bis fünf Kernfarben basieren auf Ihrem Moodboard?
- Ihre Ja-Liste: Welche Elemente lieben Sie? Holztöne? Messingarmaturen? Samttexturen? Listen Sie sie auf.
- Ihre No-Go-Liste: Genauso wichtig. Was sollten Sie vermeiden? Schreiben Sie es auf.
Dieser Filter wird Ihr Einkaufsbegleiter. Bevor Sie etwas kaufen, prüfen Sie es anhand dieser Liste. Entspricht es Ihren Gefühlen? Passt es zu Ihrer Farbpalette? Steht es auf Ihrer Wunschliste?
Wenn Sie alle drei Fragen mit Ja beantworten können, ist es eine gute Wahl. Wenn nicht, suchen Sie weiter.
Wenn Sie Ihren Einrichtungsstil kennen, wird das Einkaufen einfacher. Sie verschwenden keine Zeit und kein Geld mehr für unpassende Stücke. So schaffen Sie ein stimmiges und harmonisches Wohnambiente.
3 häufige Fehler bei der Inneneinrichtung, die Sie vermeiden sollten
Einrichten klingt spannend, bis kleine Fehler Geld kosten. Viele überstürzen die Arbeit und wundern sich dann, warum der Raum nicht stimmig wirkt. Die gute Nachricht: Solche Fehler lassen sich leicht vermeiden.
1. Trends kopieren, ohne an den eigenen Geschmack zu denken
Trends sehen online toll aus. Aber nicht jeder Trend passt zu deinem Leben oder deiner Persönlichkeit. Ein Zimmer kann stylisch aussehen, sich aber trotzdem ungemütlich anfühlen. Das passiert, wenn man einfach kopiert, anstatt das zu wählen, was einem wirklich gefällt.
Ihr Wohnstil sollte Sie widerspiegeln, nicht dem aktuellen Trend folgen. Wenn Sie Ihren Stil gefunden haben, sind Trends optional, keine Regeln mehr.
2. Zu schnelles Kaufen großer Stücke
Es ist verlockend, gleich ein Sofa oder einen Tisch zu kaufen. Doch große Möbelstücke prägen die Atmosphäre des gesamten Raumes.
Wer zu schnell kauft, bereut es später womöglich. Viele Menschen müssen teure Gegenstände ersetzen, weil sie nicht ausreichend geplant haben. Nehmen Sie sich daher Zeit, Ihre Farben und Ihren Möbelstil zu verstehen. So treffen Sie kluge und langlebige Entscheidungen.
3. Zu viele Stile gleichzeitig mischen
Es ist ganz normal, viele Stile zu mögen. Doch sie alle in einem Raum zu verwenden, kann unruhig wirken. Ein Raum braucht eine gewisse Harmonie in Farben, Materialien und Formen.
Wenn Sie Ihren Einrichtungsstil finden möchten, beginnen Sie mit einem Hauptstil. Ergänzen Sie diesen dann mit kleinen Akzenten aus anderen Stilen. So wirkt Ihr Raum harmonisch und ruhig.
Ihre Designstilreise beginnt jetzt
Fassen wir zusammen, wie Sie Ihren Designstil bestimmen können:
Schritt 1 : Definiere, wie du dich in deinem Raum fühlen möchtest. Schreibe drei bis fünf Gefühlswörter auf, die dich ansprechen. Diese bilden die Grundlage für alles Weitere.
Schritt 2 : Erstelle ein Moodboard mit 30–50 Bildern, die dir besonders gut gefallen. Achte auf Muster in Farben, Formen, Texturen und der Gesamtstimmung. Diese Muster zeigen dir, wovon du dich instinktiv angezogen fühlst.
Schritt 3 : Bestimme deinen Stil, indem du in deinen gespeicherten Bildern nach Mustern suchst. Bist du eher modern oder traditionell? Denk daran: Die meisten Menschen vereinen auf wunderschöne Weise verschiedene Stile.
Schritt 4 : Testen Sie Ihre Theorien im Alltag anhand Ihrer Garderobe, Ihrer aktuellen Lieblingsstücke und Ihrer Bedürfnisse. Besuchen Sie Geschäfte und achten Sie darauf, was Sie zum Staunen bringt.
Schritt 5 : Erstellen Sie Ihren persönlichen Designfilter mit Ihren Gefühlsbegriffen, Ihrer Stilkategorie, Ihrer Farbpalette sowie einer Ja- und einer Nein-Liste. Nutzen Sie diesen Filter fortan als Ihren persönlichen Einkaufsführer.
Die Suche nach dem eigenen Einrichtungsstil muss als Anfänger nicht überfordernd sein. Beginnen Sie mit dem Raum, in dem Sie die meiste Zeit verbringen.
Mach heute den ersten Schritt. Schreibe deine Gefühle in Worten auf. Beginne mit deinem Moodboard.
Sie wünschen sich weitere Designideen? Stöbern Sie in unserem Blog nach Inspiration.
Häufig gestellte Fragen zur Bestimmung Ihres Designstils
Ist es in Ordnung, verschiedene Designstile zu mischen?
Absolut! Stilmix ist beliebter denn je. Eklektizismus liegt bei 38 %, Maximalismus bei 39 %. Die meisten kombinieren Stile nach der 80/20-Regel. Vielleicht vereinst du 80 % Küstenstil mit 20 % Boho-Chic. Diese Mischung macht deinen Raum einzigartig.
Sollte ich einen Test zu meinem Einrichtungsstil machen?
Quizze eignen sich gut als Ausgangspunkt. Für optimale Ergebnisse kombiniert man sie jedoch mit der Moodboard-Methode. Die visuelle Recherche zeigt, was Ihnen wirklich gefällt, nicht nur, was Sie Ihrer Meinung nach mögen sollten.
Wie lange dauert es, seinen Designstil zu bestimmen?
Gönnen Sie sich zwei bis vier Wochen intensive Erkundung. Sie brauchen Zeit, um Bilder zu sammeln, Muster zu erkennen und Theorien zu überprüfen. Betrachten Sie es als einen spannenden Entdeckungsprozess, nicht als Wettlauf.
Was, wenn sich mein Stil im Laufe der Zeit ändert?
Das ist völlig normal! Dein Zuhause sollte sich mit dir weiterentwickeln. Schau dir dein Moodboard alle sechs bis zwölf Monate an und passe es bei Bedarf an. Dein Wohnraum sollte sich mit dir verändern.
Muss ich einen Designer engagieren?
Ganz und gar nicht. Diese fünf Schritte bieten Ihnen alles, was Sie brauchen. Sollten Sie dennoch nicht weiterkommen, kann Ihnen ein Designer helfen. Die hier geleistete Arbeit bereitet Sie optimal auf die Zusammenarbeit mit einem Profi vor.